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Kapitel 4 - Die Brainstormer

Es dauert knapp 10 Minuten, bis die Brainstormer auf Ihrem Parkorbit vor uns auftauchte. Lizze zog das Shuttle in eine langsame Schleife um die Steuerbordseite herum, so das wir einen guten Blick auf das Schiff bekamen.

Man konnte die Frachter der Venture-Klasse durchaus als gefällig bezeichnen. Der in einer hellen Farbgebung mit roten Akzenten gehaltene Rumpf war breit und bauchig, besaß eine glatte und weniger strukturierte Oberverkleidung. Zwei Flügelförmige Antennen-Flaps standen vom Oberrumpf ab und diverse Markierungen deuteten auf Rumpöffnungen hin.

Ein eher grob strukturierter und weniger formschön verkleideter Unterrumpf stand dem gegenüber und deutete auf die eine oder andere Überaschung hin. Zwei mächtige Boostergondeln waren auf Anhieb unter dem Rumpf erkennbar und insgeheim rechnete ich mindestens mit GTrac-Projektoren und einem Lenkflugkörperstarter. Waffen waren nämlich auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Als Lizzie das Heck um rundete kamen die beiden mächtigen Antriebsprojektoren in Sicht, deren schwach bläuliches Glühen bereits auf ein Warmlaufen des Antriebs hindeutete. „Ich sehe sie heute zum ersten Mal,“ meinte Bonner. „Ich hatte ja keine Ahnung wie groß das Schiff ist“

Ein wenig konnte ich Bonner verstehen, denn der Unterhalt eines solchen Schiffes ging in die Millionen. Die Brainstormer war gute 200 Meter Lang und gehörte damit streng genommen schon nicht mehr zu den Trampfrachtern die üblicherweise für wissenschaftliche Zwecke umgerüstet wurden.

Ich hatte jedoch keine Zeit mich weiter mit der Bauart der Brainstormer zu beschäftigen, den Lizzy meldete den Übergabezeitpunkt für die Manuelle Steuerung an.

„Mel, klar zur Übergabe?“, fragte die AI; „In 5, 4, 3, 2 – Übergabe an Pilot erfolgt jetzt.“ Die AI war gut. Eine sanftere Übergabe hatte ich selten erlebt. Vorsichtig hielt ich die BS-1 über den gelben Markierungen der immer noch geschlossenen Hangartore.

„Bonner? Haben sie den Schlüssel vergessen?“ Ich blickte zu Ihr herüber.

„Lizzy? Hat mein Onkel irgendwelche Informationen hinterlassen die es mir ermöglichen an Bord zu gelangen?“ Bonner wirkte sichtlich nervös.

„Susan, die Brainstormer fordert eine audiovisuelle Übertragung an. Ich denke Das Schiff wird Sie informieren.“ Lizzy hatte fast schon einen mütterlichen Ton angeschlagen. „Ich stelle die Anfrage durch!“

„Susan? Bist Du das, Kind?“ die Stimme war ganz klar die einer AI, doch sie schien Bonner gefühlsmäßig anzusprechen. Tränen liefen über Ihre Wangen.

„Onkel Tibo.“ Hauchte sie.

„Ich habe Dir eine Nachricht in Deiner üblichen Kabine hinterlassen, Susan. Leider konnte ich Dir dies alles nicht mehr persönlich sagen. Es tut mir so leid. Bitte gib auf Dich acht, mein Kind.“ Die AI pausierte kurz und fuhr dann mit anderer Stimmfarbe fort: „Zugangsberechtigung bestätigt. Öffne Hangartore.“

Ein Spalt erschien längs in der Mitte der Hangartormarkierung und die beiden schweren Rumpfplatten des Tores schwangen zu beiden Seiten nach oben. Zeitgleich erstrahlte die Beleuchtung der Hangarbucht. Vier Leitstrahlen markierten die Einflugschneise.

Ein leiser Pfiff entwich meinen Lippen. Das war höllisch eng. Die BS-1 war ein Vanguard-Class Shuttle mit einer Länge von 35,75m und einer Breite von 19,75m bei eingezogenen Winglets. Der Leitstrahl des Hangars hingegen bildete einen 40m langen und 30m breiten Schacht, in dessen Grenzen ich die BS-1 nun ohne Landeautomatik herunterbringen musste. Eine Herausforderung und ein Risiko. Doch es gab momentan keine echte Alternative. Ich fuhr Landescheinwerfer und Landegestell aus und begann mit dem Andocken.

Die BS-1 machte es mir jedoch leicht. Sie lag am Ruder wie ein sorgsam ausbalanciertes Wurfmesser in der Hand eines Könners. Nach einigen stillen und angespannten Minuten war der Spuk vorbei. Die BS-1 setzte punktgenau mittig in der Hangarbucht auf und sank einige Zentimeter auf Ihren Landestützen ein, bis das Schiff exakt nivelliert war.

Durch die ausladende Cockpitkanzel des Shuttles beobachteten wir, wie sich die Hangartore der Brainstormer über uns schlossen und das grelle Licht im Inneren des Hangars auf eine etwas weniger gleißende Standardbeleuchtung wechselte.

Mit routinierten Eingaben und lang erprobetem Ablauf sicherte ich das Shuttle im Hangar und richtete mehr aus Gewohnheit als aus gegebenem Anlaß einen externen Datenzugriff auf die Systeme des Shuttles ein.

Es dauerte nur wenige Minuten bis sich die Heckrampe des Shuttles öffnete und auseinander schob. Zu diesem Zeitpunkt stand Bonner mit mir bereits samt unserem Gepäck in der Schleuse der BS-1. Nacheinander verließen wir das kleine Schiff und betraten den Hangarboden der Brainstormer.

Sofort spürte ich die rhytmischen Vibrationen des Fusionsreaktors und seiner Supportaggregate und konnte die Freude über die einnehmende Wirkung die dieses Gefühl auf meine Stimmung hatte nur mühsam unterdrücken. Nach mehr als 20 Jahren interstellarer Raumfahrt war ich durch und durch mit dem Gefühl künstlicher Schwerkraft, pulsierender Reaktorenergie und einsam leerem All verwoben. Erst jetzt fiel die entwurzelte Rastlosigkeit, die der wochenlange Aufenthalt auf Tingerhove bei mir hinterlassen hatte von mir ab und wich dem vertrauten und beruhigen Einfluß des Raumschiffs.

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